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Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen begeht 12-stündigen Übungstag
Mi, 30.07.2014, 08:00 Uhr

Einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr erlebte kürzlich die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen. Wie bei der Berufsfeuerwehr hatten die Jugendlichen einen festen Dienstplan auf dem Fahrzeug- und Gerätekunde, Fahrzeugpflege und Unterricht stand. Dazwischen wurden Sie immer wieder zu Übungseinsätzen gerufen, die die Jugendlichen abarbeiten mussten. Die stellvertretenden Jugendwarte von Bischofswiesen, Christoph Zuhra und Anton Aigner, waren seit Januar damit beschäftigt, diesen Tag mit Übungen und Unterrichten auszuarbeiten.

Um neun Uhr war für die Jugendlichen und aktiven Helfer Dienstbeginn. Kurz vorher der erste Alarm. Aber nicht für die Jugendlichen, sondern für die Erwachsenen. Diese mussten nach einem Motorradunfall die Fahrbahn reinigen und die Verkehrsleitung übernehmen. Als der Einsatz abgeschlossen war, übernahm der erste Kommandant, Georg Graßl, die Begrüßung der Jugendlichen. In seiner Ansprache betone Graßl, wie wichtig die Jugend in der Feuerwehr sei. „Ihr seid unsere Nachfolder und tretet später ins unsere Fußstapfen“. Danach übergab er das Wort an den stellvertretenden Jugendwart Christoph Zuhra, der die Gruppen- und Fahrzeugeinteilung übernahm. Dann ging es los mit der Fahrzeug- und Gerätekunde.
Plötzlich ertönte der Alarmton für den ersten Übungseinsatz. „Starke Rauchentwicklung bei der Schreinerei Mielsch“ war als Alarmdurchsage zu hören. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der hintere Teil der Schreinerei in Brand. Vom Betriebseigentümer war zu erfahren, dass noch einige Personen in diesem Gebäude vermisst wären. Der erste Trupp ging unter schweren Atemschutz vor, um die vermissten Personen zu retten und die Brandbekämpfung vorzunehmen. Die Personen wurden schnell gefunden und vom Atemschutztrupp ins Freie gebracht. Auch der Brand war nach kurzer Zeit schnell gelöscht.
Nachdem man wieder im Feuerwehrhaus war und die Einsatzbereitschaft hergestellt hatte, hieß es zum nächsten Übungseinsatz ausrücken. Diesmal war es eine eingeklemmte Person auf einem Bauernhof, die es zu befreien galt. Beim Wassererlehen in Bischofswiesen war eine Person unter dem hinteren Reifen eines Traktors eingeklemmt, der Fahrer stand unter schwerem Schock. Ein Trupp kümmerte sich sofort um den Fahrer und entfernte ihn von der Einsatzstelle. Die Rettung des unter dem Hinterreifen liegenden Opfers gestaltete sich etwas aufwendig. Zuerst musste der Traktor, der in einer Auffahrt stand, mit dem Mehrzweckzug gegen wegrollen gesichert werden. Dann kamen die Lufthebekissen und ein großer Wagenheber zum Einsatz, um die landwirtschaftliche Maschine soweit anzuheben, dass die eingeklemmte Person befreit werden konnte.
Wieder im Feuerwehrhaus angekommen, ging schon wieder der Alarmton. Aber nicht für die Jugendlichen über die Haussprechanlage, sondern über die Funkmeldeempfänger der erwachsenen Einsatzkräfte. Innerhalb weniger Sekunden waren die ersten Einsatzkräfte zu einer Ölspur auf der Silberstraße unterwegs, die es zu binden galt.
Danach war die Mittagspause. Ein großer Dank geht hier an den Partyservice Moderegger, der die Mittagspause versorgte und am Abend gegrillt hat. Hier nochmals von der Feuerwehr ein herzliches Vergelt’s Gott! Auch der Kreisjugendwart vom Landkreis Berchtesgadener Land, Hand Grabner aus Teisendorf, ließ es sich nicht nehmen, kurz vorbei zu schauen, und den Jugendlichen die Grüße von der Kreisbrandinspektion zu überbringen. „Das was Ihr heute beübt, ist eigentlich der Dienstplan für ein ganzes Jahr!“ , so der Kreisjugendwart und ermutigte die Jugendlichen bei der Stange zu bleiben und der Feuerwehr treu zu bleiben.
Nach der Mittagspause kamen gleich drei Übungseinsätze rein. Ein vollgelaufener Keller musste ausgepumpt werden, eine Ölspur beseitigt und eine Kleintierrettung vorgenommen werden. Kaum im Feuerwehrhaus angekommen, erreichte uns der nächste Auftrag. Nach einer Feier in der Simbründlhütte gingen mehrere Personen ab. Eine große Suchaktion im Bericht des Klausbachs in Winkl Richtung Loipl und Umgebung wurde eingeleitet. Die Opfer mussten mittels Tragen aus ihren misslichen Situation und aus unwegfreien Gelände gebracht werden.
Im Anschluss der nächste Einsatz. Eine Partyhütte im Unterklapflehen brannte. Dort wurde den Jugendlichen wieder einiges abverlangt. Es musste eine Saugstelle eingerichtet werden und ca. 80 Meter B-Leiter verlegt werden, damit die Wasserversorgung sicher gestellt werden konnte.
Beim letzen Übungseinsatz konnten wir die Kameraden aus Berchtesgaden begrüßen. Ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit sei es auch, die Kameradschaftspflege zu den Nachbarwehren zu halten. Später im richtigen Einsatzfall arbeitet man auch sehr eng mit den Nachbarfeuerwehen zusammen. Darum ist ein von großen Vorteil, wenn man schon als Jugendliche die Kontakte pflegt.
Das letze Einsatzszenario für diesen Tag hieß: „Brand der Firma Strumpf Riese im Gewerbegebiet Pfaffenfeld“. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Brandobjekt in Vollbrand, so dass ein Innenangriff unmöglich war. Von außen wurde die Brandbekämpfung übernommen. Die Feuerwehr Berchtesgaden übernahm auch einen Brandabschnitt und nahm auch ein Wenderohr über die Drehleiter in Einsatz. Danach ging es zurück ins Feuerwehrhaus. Die Gerätschaften und Fahrzeuge wurden wieder gereinigt. Nun kam der gesellige Teil. Nach diesem Ereignisreichen Tag lud man die Feuerwehr Berchtesgaden zum Grillen ins Feuerwehrhaus ein und ließ diesen Tag ausklingen.
Die Freiwillige Feuerwehr Bischofswiesen bedankt sich hiermit bei allen, die zu diesem erfolgreichen Tag beigetragen haben. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden, dem RUD-Team, bei den beiden freiwilligen Opfern, der Schreinerei Mielsch, der Familie Fendt vom Wassererlehen, beim Stammtisch der Unterklapfhütte, der Firma Strumpf Riese und dem Partyservice Moderegger.

Thomas Zuhra

Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Berchtesgadener Land e.V. · Hallgrafenstraße 31 · D-83435 Bad Reichenhall