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KFV-Verbandsversammlung 2017
Mo, 24.04.2017

Die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Berchtesgadener Land wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 1862 Einsätzen gerufen. 1859 Feuerwehrdienst leistende Frauen und Männer haben dabei 31.256 ehrenamtliche Stunden absolviert. Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes hielt Kreisbrandrat Josef Kaltner Rückschau auf das breit gefächerte Spektrum, mit dem sich die Kameraden zu befassen hatten. Vom Bombenfund in Freilassing bis hin zum Waldbrand am Untersberg spannte sich der Bogen.

Im Berchtesgadener Land sind 22 Freiwillige Feuerwehren mit 11 örtlich selbständigen Löschzügen sowie der Grubenwehr des Salzbergwerkes Berchtesgaden und der Bundeswehr-Betriebsfeuerwehr Oberjettenberg im Kreisfeuerwehrverband organisiert. Bei der jährlichen Hauptversammlung im Gasthaus „Altwirt“ in Piding wurde einmal mehr deutlich, welch enormer Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung von den Feuerwehrkameradinnen und –kameraden geleistet wird. Weiter zeigte sich erneut, wie gut die Feuerwehr in das Hilfsdienstwesen an sich eingebettet ist. Zahlreiche Vertreter anderer Hilfsorganisationen, die Salzburger Feuerwehrnachbarn, sowie Mitarbeiter von Ämtern und Behörden waren gekommen und füllten den Altwirtssaal. Von der politischen Seite waren viele Bürgermeister mit Landrat Georg Grabner an der Spitze der Einladung gefolgt.

Entsprechend ausführlich gestaltete sich dann auch die Begrüßung von Kreisbrandrat Josef Kaltner an die Anwesenden. In einem Überblick mit den wichtigsten Ereignissen aus dem Feuerwehrjahr 2016 zeigte der Kreisbrandrat dann das vielseitige und teils sehr fordernde Einsatzspektrum auf. So gab es unter anderem „klassische Brände“ zu bewältigen: dazu brachte Kaltner den Saunabrand in der Gemeinde Ainring, den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Saaldorf und das Feuer im ehemaligen Hotel „Geiger“ in Bischofswiesen in Erinnerung. Kritisch äußerte er sich zum Dachstuhlbrand in der Reichenhaller Altstadt und einem Zimmerbrand in einem ebenfalls mittelalterlichen Gebäude in Laufen. „Beide Brandereignisse konnten durch das beherzte Eingreifen der Wehren auf den Entstehungsbereich gehalten werden. Auch heutzutage sind größere Verluste an Gebäuden in den engen Altstadtbereichen vorstellbar. Fehlen doch fast überall die notwendigen Brandwände in den Dachstuhlbereichen. Die kommunale Pflichtaufgabe der Feuerbeschau sollte auch auf diese brandgefährlichen Objekte ausgedehnt werden um die Situation vor Ort stetig zu verbessern. Mit einer Brandlastfreimachung der Dachstühle im Sinne der ‚Verordnung über die Verhütung von Bränden § 13 und § 21’ wäre schon ein erster Schritt getan“ forderte der Kreisbrandrat.

Kritisch äußerte er sich auch zur Kostenübernahme bei Hubschraubereinsätzen und bezog sich auf den Waldbrand am Untersberg. Am 03. April vergangenen Jahres war die Feuerwehr Bischofswiesen zu einem Waldbrandeinsatz am Untersberg alarmiert worden. In gewohnter Weise konnte der Waldbrand mit Unterstützung aus der Luft eingedämmt und am Folgetag endgültig abgelöscht werden. Kaltner stellte dazu fest: „Sorgen machen uns entlang der Alpen die den Kommunen entstehenden Einsatzkosten durch die Hubschrauber. Es kann nicht angehen, dass der Staatsforst Gewinne erzielt und sich die Brandbekämpfungskosten von den Kommunen finanzieren lässt. Hierzu ist eine Änderung der Rechtslage erforderlich“, war die klare Forderung des Kreisbrandrates.

Umfassende Worte des Dankes standen am Ende des Rechenschaftsberichts von Josef Kaltner. Er nannte nicht nur die aktiven Kameraden, Ausbilder und Jugendleiter sondern auch Kommunen, Organisationen, Vereine und Verbände die zu einem funktionierenden Feuerwehrwesen beitragen. Der Kreisbrandrat brachte auch den Dank an alle Arbeitgeber zum Ausdruck, die es ihren Mitarbeitern ermöglichen, während der Arbeitszeit zu einem Einsatz ausrücken zu dürfen. Zu den formellen Tagesordnungspunkten bei der Jahreshauptversammlung zählten der Bericht von Schatzmeisterin Sandra Abfalter, die Anerkennung des Jahres- und Kassenberichts sowie die Entlastung des Vorstandes und der Schatzmeisterin. Ebenso gab es eine Beschlussfassung zum Haushaltsplan 2017.

Aus satzungsrechtlichen Gründen standen Nachwahlen von Ausschussmitgliedern an. Keine Einwände gab es gegen die Wahlvorschläge Sebastian Walch und Marcus Deutinger.

In den Grußworten der Ehrengäste wurde zum einen die Bedeutung des Feuerwehrdienstes für das Gemeinwohl herausgestellt, zum anderen aber auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Organisationen unterstrichen. Unter anderem richteten Landrat Georg Grabner, der Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg, Landesbranddirektor Leopold Winter, Polizeidirektor Bernhard Resch, der Vorsitzende der Kreis-Wasserwacht Rudi Schierghofer, Bergwacht-Regionalleiter Thomas Küblbeck, der Leiter des Integrierten Leitstelle Traunstein, Anton Groschak und THW-Vertreter Ulrich Hasenöhrl verbindende und anerkennende Worte an die Feuerwehrkameraden.

Maria Horn

Vorstand des KFV BGLEhrung verdienter JugendwarteGrußworte des Landrats Georg GrabnerEhrung von Bastian Fritsche

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